Das Umfeld selbst spiegelte diesen Anspruch wider. Wie Mark Van Lieshout, Business Developer bei BIC, es ausdrückte:
„Dieser 110,000 Quadratmeter große Campus beherbergt 54 Unternehmen mit Fokus auf Produktivität, Bildung und Innovation. Für uns ist er das Herz der Hightech-Fertigung im Süden der Niederlande.“
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Die tatsächlichen Herausforderungen in der Hightech-Branche
Die Hightech-Fertigung ist mit zunehmender Komplexität konfrontiert. Produkte entwickeln sich schneller weiter. Fachkräfte sind knapp. Geopolitischer Druck zwingt Europa dazu, seine eigene Position zu stärken.
Azumuta CEO Batist Leman eröffnete die Diskussion und setzte den Ton:
„Heute ging es darum, Hightech-Herausforderungen gemeinsam anzugehen, unsere Perspektive auf Lösungen zu teilen und eine offene Diskussion mit der Branche zu führen.“
Dies war keine Einweg-Präsentation. Es war ein Gespräch über praktische Lösungen. Wie gehen Sie mit Wissenslücken auf dem Shopfloor um? Wie skalieren Sie Fachwissen, wenn erfahrene Mitarbeitende in den Ruhestand gehen? Wie führen Sie neue digitale Tools ein, ohne die Produktion zu stören?
Technologie allein reicht nicht aus
Mart Lommers von Sioux brachte eine kritische Perspektive ein. Technologie allein löst nichts, wenn sie nicht in die Kultur und in die täglichen Abläufe eingebettet ist.
„Wir sprechen viel über Tools, Software und AI, aber die eigentliche Herausforderung besteht darin, sie in die Organisation, die Kultur und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden zu integrieren.“
Er ging auch auf den breiteren Kontext ein:
„Wir sehen, dass geopolitisch viel passiert, und wir in Europa müssen sicherstellen, dass wir durch Innovation erfolgreich sind und deshalb eng zusammenarbeiten.“
Die Botschaft war klar. Digitale Transformation ist kein Softwareprojekt. Sie ist ein organisatorischer Wandel. Sie erfordert Abstimmung zwischen Technologie, Menschen und kontinuierlicher Verbesserung.
Von digitalem Anspruch zu praktischer Wirkung
Ein wiederkehrendes Thema des Nachmittags war die Umsetzung. Es ist leicht, über AI, Digitalisierung und Smart Factories zu sprechen. Es ist deutlich schwieriger, Lösungen umzusetzen, die auf dem Shopfloor wirklich funktionieren. Die Diskussion konzentrierte sich darauf, wie Unternehmen mit Tools, die bereits heute verfügbar sind, von Anspruch zu Handlung kommen können.
Jeroen Broekhuijsen betonte, dass die Technologie nicht länger der begrenzende Faktor ist:
„Mit der aktuellen Software, Digitalisierung und den heutigen Plattformen ist es möglich, diese Veränderungen umzusetzen.“
Diese Botschaft fand beim Publikum Anklang, insbesondere als sich das Gespräch den praktischen Herausforderungen wie der Digitalisierung bestehender Arbeitsanweisungen zuwandte. Viele Hersteller tun sich schwer damit, bestehende Dokumentation zu modernisieren und gleichzeitig die Produktion am Laufen zu halten. Genau hier können digitale Tools sofortigen Mehrwert liefern: nicht indem sie Menschen ersetzen, sondern indem sie deren Fachwissen strukturiert erfassen und skalieren.
Gemeinsam vorankommen
The Future of High Tech Industry drehte sich nicht um Hype. Es ging um Klarheit, darum, die Herausforderungen in der Hightech-Fertigung zu verstehen und realistische Lösungen zu diskutieren.
Wir sind überzeugt, dass sich die Fertigung verbessern kann. Mit der richtigen Kombination aus Technologie, Kultur und Zusammenarbeit kann sie schneller werden, intelligenter arbeiten und in Europa und darüber hinaus wettbewerbsfähig bleiben.
Die Gespräche, die am 10. Februar begonnen haben, werden weitergehen. Auf dem Campus. In Fabriken. Im gesamten Brainport-Ökosystem.
Und am 17. März bei Re:Manufacture in Gent, wo wir die Zukunft der Fertigung in Europa beleuchten werden – mit Fokus auf Resilienz, strategische Innovation und industrielle Wettbewerbsfähigkeit in einem sich wandelnden geopolitischen Umfeld. Re:Manufacture bringt eine starke Reihe von Sprecherinnen und Sprechern zusammen, darunter Prof. Stéphane Garelli, Experte für globale Wettbewerbsfähigkeit; Peter Wennink, ehemaliger CEO von ASML; Cagan Koc, Bloomberg-Journalist für Tech und Geopolitik; Dr. Joeri Schasfoort, renommierter Wirtschaftsstratege; Tom Van de Weghe, geopolitischer Analyst; An Steegen, CEO von Barco, und weitere.
Ganz gleich, ob Sie politische Entscheidungsträgerin oder politischer Entscheidungsträger, Führungskraft in der Industrie oder Vorreiterin oder Vorreiter in der Fertigung sind: Re:Manufacture ist darauf ausgelegt, Annahmen zu hinterfragen und dabei zu helfen, das nächste Kapitel der europäischen Industrie mitzugestalten. Seien Sie dabei, um zu reflektieren, sich neu zu vernetzen und gemeinsam die Zukunft zu gestalten.