Die diesjährige Ausgabe der ABISS bestätigte einmal mehr, wie schnell sich die technische Landschaft in der Fertigung entwickelt. Während die Veranstaltung bekannte Themen wie Cybersicherheit und künstliche Intelligenz präsentierte, zeigte sie auch einige interessante Veränderungen in der Art und Weise, wie Unternehmen die Digitalisierung in der Fertigung und darüber hinaus angehen.
Aus den Gesprächen an den Ständen und den Themen der Präsentationen ergab sich ein klares Bild: Die Branche bewegt sich auf sicherere, vernetzte und modulare Ökosysteme zu, mit einem Hauch von Realität, wo die Digitalisierung noch nicht ganz abgeschlossen ist.
Hier ist, was unserem Team am meisten auffiel.
1. Cybersicherheit rückt weiter nach oben auf der Agenda
Die Gespräche über Sicherheit waren nie lauter als heute. Die Hersteller sind sich zunehmend bewusst, dass eine solide Cybersicherheitsstrategie nicht mehr optional ist. Niemand denkt gerne an den schlimmsten Fall, aber die jüngsten Ransomware-Fälle, bei denen die Produktion komplett gestoppt werden musste, machen deutlich, was auf dem Spiel steht.
Was auf der ABISS auffiel, war die Tatsache, dass viele Lösungsanbieter die Sicherheit jetzt in ihr Kernangebot integrieren. Anstatt sie als Zusatz zu behandeln, wird sie Teil der Grundlage. Für viele Unternehmen ist der Schutz ihrer Produktionsumgebung jetzt genauso wichtig wie deren Betrieb.
2. IT und OT sind keine getrennten Welten mehr
Ein weiterer auffälliger Trend war die stärkere IT-Perspektive auf OT-Lösungen. Mehr Präsentationen kamen aus der IT-Perspektive, was zeigt, dass die Grenze zwischen Betriebstechnologie und Informationstechnologie immer mehr verschwindet.
Diese Konvergenz ist ein Zeichen für die Reife der Branche: Unternehmen bewegen sich auf stärker vernetzte Umgebungen zu, in denen sich Daten, Prozesse und Infrastruktur gegenseitig verstärken. Dieser Wandel ermöglicht Effizienz und schafft die Voraussetzungen für bessere Entscheidungen und eine intelligentere Nutzung von Ressourcen. Sie unterstreicht auch den Bedarf an Lösungen, die beide Welten nahtlos miteinander verbinden können.
3. KI ist überall, auch wenn sie den Boden noch nicht beherrscht
KI und KI-Agenten waren in vielen Gesprächen präsent, aber die Zahl der Anbieter, die sich auf KI spezialisiert haben, war noch begrenzt. Anstatt die Messe zu dominieren, erschien KI als eine Funktion, die in umfassendere Lösungen eingeflochten war und die Qualitätskontrolle, Planung, Wartung und Schulung in aller Ruhe unterstützte.
Dies spiegelt eine realistische Annahmekurve wider: KI ist nicht mehr nur ein Modewort, sondern wird dort eingesetzt, wo es sinnvoll ist. Viele Hersteller experimentieren eindeutig damit, aber der Schwerpunkt hat sich vom Hype zur praktischen Umsetzung verschoben.
4. Von der Einheitsgröße zum Best-of-Breed
Ein weiterer deutlicher Wandel war die Art und Weise, wie die Unternehmen ihr technisches Paket zusammenstellen. Anstatt auf eine einzige Plattform zu setzen, die alles abdeckt, setzen immer mehr Hersteller auf Best-of-Breed-Lösungen und wählen spezialisierte Tools, die miteinander verbunden werden können, um ein flexibles, leistungsstarkes Ökosystem aufzubauen.
Dieser Ansatz gibt den Unternehmen mehr Kontrolle über ihre digitale Strategie. Sie können Technologien in ihrem eigenen Tempo übernehmen und sich an die Entwicklung ihrer Tätigkeiten anpassen, ohne in starre Strukturen eingespannt zu sein.
5. Auch die Veranstaltungsbranche hat Nachholbedarf
Ironischerweise ereignete sich einer der aufschlussreichsten Momente am Eingang: Die Eintrittskarten mussten erst ausgedruckt werden, bevor sie gescannt werden konnten. Eine kleine, aber symbolische Erinnerung daran, dass die Digitalisierung noch nicht abgeschlossen ist, selbst in Räumen, in denen Technologie das Hauptthema ist.
Dieses kleine Problem unterstreicht einen wichtigen Punkt: Noch ist kein Sektor vollständig digital. Der Fortschritt erfolgt Schritt für Schritt, Schicht für Schicht (und das ist gut so).
Eine vertraute Konversation für Azumuta
Viele der Themen auf der ABISS spiegelten das wider, was wir täglich in unserer Arbeit mit Herstellern erleben. Die Gespräche auf der Veranstaltung spiegelten die gleichen Prioritäten wider, die wir von Produktionsteams und digitalen Führungskräften hören - von Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit bis hin zur wachsenden Vorliebe für Best-of-Breed-Konfigurationen.
Wir bei Azumuta waren schon immer der Meinung, dass die Digitalisierung am besten funktioniert, wenn sie flexibel und integriert ist, indem sie bestehende Prozesse unterstützt, anstatt Unternehmen in eine einzige Form zu zwingen. Die Tatsache, dass sich diese Trends in der gesamten Branche durchsetzen, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Hersteller nach praktischen, skalierbaren Lösungen suchen und nicht nach Pauschalversprechen.
Abschließende Überlegungen
Die ABISS 2025 hat eines deutlich gemacht: Die Fertigung schlägt ein neues digitales Kapitel auf, in dem Sicherheit, KI, IT/OT-Konvergenz und modulare Ökosysteme im Mittelpunkt stehen. Und ja, auch die Veranstaltungsbranche selbst hat noch einige digitale Schritte zu gehen.
Die Gespräche während der Veranstaltung spiegelten einen Sektor wider, der lernt, Ehrgeiz und Pragmatismus in Einklang zu bringen. Diese Reife ist genau das, was nötig ist, um die Zukunft der digitalen Fertigung innovativ und nachhaltig zu gestalten.
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